"Wir sind hier, wir sorgen für dich"Eltern sollen verängstigten Kindern vor allem Sicherheit und Geborgenheit vermitteln Vor wenigen Wochen erst kam die jüngste der regelmäßig erstellten Studien über die Ängste der deutschen Kinder auf den Markt. Insgesamt, so das Ergebnis, sei das Angstniveau der Kinder im Vergleich zu früherem Erhebungen deutlich gesunken. Am stärksten zurückgegangen sei die Furcht der Mädchen und Jungen vor einem möglichen Krieg. Durch den Terroranschlag in den USA und seine - nicht absehbaren - Folgen dürften diese Forschungsergebnisse zur Makulatur geworden sein. Die grauenvollen Bilder im Fernsehen und in den Zeigutngen entgehen natürlich auch Kindern nicht. Viele Eltern stehen vor der Frage, wie sie in der Familie damit umgehen sollen. Was dürfen Kinder überhaupt erfahren ? Sabine Ensslen, Kinder und Jugendpsychotherapeutin am renommierten Haunerscheschen Kinderspital in München, rät zur Offenheit. "Die Kinder bekommen mit, was die Eltern erleben", sagt die Psychologin, "so ab etwa zweieinhalb, drei Jahren". Schon die Jüngsten dürften mit ihren Wahrnehmungen nicht allein gelassen werden. Eltern sollten entsprechenden Fragen auf keinen Fall ausweichen. |
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Trauma nach Stunden vor dem TV Eine Kollegin, erzählt Sabine Ensslen, habe von einem Kind berichtet, das am Morgen nach den Anschlägen völlig traumatisiert und mit Fieber aufgewacht sei. Es hatte die schrecklichen Ereignisse zusammen mit seiner Mutter fast vier Stunden lang vor dem Fernseher mitverfolgt. |
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Konkrete Zeichen der Anteilnahme Das möglichst offene und ehrliche Gespräch, für das sich Eltern genug Zeit nehmen sollten, ist vor allem für ältere Kinder nach Auffassung der Fachleute sehr wichtig. Wobei man sich nach dem Kind richten sollte - antworten, wenn es fragt, das Thema jedoch nicht aufdrängen. Originaladresse: Nord-Ostdeutsche Verlagsgesellschaft 23.09.01 |